Archiv nach Monaten: September 2008

Der sich mittlerweile zu einem guten und gernsehenen Stammkunden mausernde Oliver Derks hatte heute abend für 4 Stunden mal wieder meine volle Aufmerksamkeit. Im Atelie in der Bamberger Innenstadt wurden insgesamt 14 Klavierstücke am schönen und bestens gestimmten Schimmel-Flügel aufgenommen. Auch hier bleibt der Trübsal vor der Tür und Langeweile kommt nie auf.

Seine zwei, bisher von mir produzierten Platten, gibt es auf seiner Homepage zu kaufen: www.olilver-derks.de

Ich will mal noch nicht zu viel versprechen, aber ich lehne mich dochmal etwas aus dem Fenster. Heute wird sich hier im Studio zum dritten mal ein neues Gesicht einfinden. Matthew Taylor (22) wird als Solo-Künstler von Fabian unterstützt. Geplant sind erstmal zwei Songs, aber die Zeichen stehen gut, dass hier im Studio ein ganzes Album im Pop-Rock-Segment produziert wird. Die heutige Session wird hier nochmal mehr zeigen. Man darf gespannt sein und sich freuen.

Eigentlich sollten ja erst SSL-Wandler ins Haus, aber nun kam mir eine Produktion am Sonntag-Abend zuvor, bei der ich dringend 8 Mikrofon-Preamps in möglichst wenig Platz brauche. Und so habe ich den schon lange geplanten Focusrite Octopre LE heute in mein Preamp-Rack geschraubt. Ein erster Test verlief definitiv positiv; Schöner neutraler Sound. Ich kann mir das Teil bestens bei druckvollen Rock-Drums vorstellen. Für die Vintage-Sachen werde ich dann doch lieber das Tapcoo-Pult nutzen, aber wenns mal was klares und brilliantes sein soll ist der Octopre gute und erste Wahl. Der Voicemaster ist bei mir leider ja wieder rausgefallen und so steht als nächster Preamp ein Universal Audio 610 an. Aber da heißt es noch bisschen drauf sparen.

Nach längerer Pause sind „the Royal Dentist“ mal wieder im Studio um ihr Album fertig aufzunehmen. Albernheiten dürfen hier genauso wenig fehlen wie Raucherpause und Kaffee.

Bei den Aufnahmen sitzen sich Anja und Michi mit der Akustikgitarre gegenüber und spielen Songs Live ein. Dabei spielt Improvisation immer eine große Rolle und so ist es stellenweise gar nicht so einfach das „beste“ Take zu finden.

Leider haben nun verschiedenste Gründe dazu geführt, dass das Album von Sounds like Diana nun sich doch etwas nach hinten verzögert. Trotzdem gebe ich mein bestes und saß alleine Heute ca 6 Stunden am Mischen. Ich weiß das Diana da sehr perfektionistisch ist und ich nicht minder. Somit hab ich einmal mehr das Gefühl, dass das so eine Platte wird die nie fertig sein kann. Mein Plan steht jetzt, dass ich am 30.10. das Ding fertig haben will. Wenn bis dann keine neue UAD-Karte gekauft wurde und ich doch wieder alles neu mache *grins*

Was ich aber schon verraten kann ist die Track-List:
1 Hey you (Popiger  kurzer Song)
2 Prickly Pears (kann man sich schonmal auf Myspace anhören)
3 Ten years (Der elektronischste Song des Albums)
4 Go away (Meine persönliche Lieblingsnummer)
5 Summerbreeze (ein bischen Reggea und Strandfeeling schadet nie)
6 All summer long (das gegenstück zu Summerbreeze)
7 Sleepless (Piano-Balade ganz ohne Schlagzeug)
8 Would you (Die härteste Nummer)
9 Hurting pictures (Leichter Country-Tough)
10 Barnights (doch leicht von Led Zeppelin abgeschaut)

Zum ersten möchte ich und mein Tonstudio sich mal vorstellen.

Im schönen Ort Bamberg in Oberfranken hat sich seit dem September 2007 ein kleines Tonstudio niedergelassen. Das mit dem Namen „Come-Together-Studio“ versehene Tonstudio wurde primär gegründet um Projekte die Produzent und Studiobesitzer Fabian Lupfer am Bodensee angefangen hatte zu vollenden. Mittlerweile haben sich aber auch Bamberger  Projekte eingefunden und so ist das Studio voller Leben und Kreativität.

Vom Equipment her ist das Studio auf akustische Aufnahmen spezialisiert. Synthesizer sucht man hier vergebens. Nur ein Stage Piano der Firma Yamaha steht als Tasteninstrument zur Verfügung. Der Rest wird über eine MIDI-Tastatur am Computer gespielt. Jedoch stehen Schlagzeug, Gitarren-Amps und eine Auswahl an Saiten-Instrumenten zur Verfügung. An Mikrofonen sucht Fabian immer nach Schätzchen. So wurde ein Telefunken TD19C (Baujahr 1964) gefunden und findet fleißig verwendung. Aktuell werden gerade zwei Neumann U66 (1981) ins Setup integriert.

Fabian legt hier Wert auf Ausgesuchtes und hat lieber einen Preamp zu wenig, als einen schlechten oder den Falschen. Fabian selbst ist als Multi-Instrumentalist und Tontechniker schon einige Jahre bei der Musik. Bereits mit 6 Jahren machte er seine ersten musikalischen Schritte, mit 15 gewann er bei Jugendmusiziert, mit 18 schrieb er sein erstes Musical, mit 20 sein zweites. Aktuell gehen 2 Studioalben als Produzent auf seine Kappe. Als Tontechniker war er bei einigen Live-Geschichten aktiv, als Musiker bei unzähligen Konzerten in unterschiedlichster Richtung und an wechselnden Instrumenten. All das hilft bei der Zusammenarbeit.

Soweit die kleine Präsentation…